Susanne & Stefan Herz in Edmonton, Alberta

Bilder zum Vergrößern anklicken











Christl








Iltisse im Otterzentrum




Fischotter




Im Zoo Leipzig




01. September – 24. September 2006

Bis zu unserem Abflug am 25. September wohnten wir bei Stefans Mutti. Christl genoss die Zeit mit uns und gab sich alle Mühe uns während des Aufenthalts in Lauchhammer zu verwöhnen. Dafür haben wir ihr natürlich auch etwas im Garten und Haushalt geholfen. Gleich in der ersten Woche war der Gartenzaun vor Wildschweinen sicher zu machen. Ausserdem haben wir Sachen sortiert und aufgeräumt.


Am ersten Wochenende bekamen wir Überraschungsbesuch von Hans-Gernot. Mit ihm waren wir an der Förderbrücke F60 und danach in Dresden.


Am 5. September waren wir schon wieder in Dresden, diesmal jedoch für noch ausstehende Behördengänge. Wiederum stand das Arbeitsamt auf dem Programm. Beim Immatrikulationsamt erhielt Stefan seine Exmatrikulationsurkunde und - noch wichtiger – die Magisterprüfungs- und Magisterurkunde im Prüfungsamt.


An Christls „Omatagen“ hatten wir Gelegenheit mit Stefans Neffen Jacob und Jonathan etwas zu unternehmen. Unter anderem waren wir im Tierpark von Finsterwalde und am Senftenberger See.


Vor der Abreise mussten wir uns auch noch um den Verkauf unseres Autos kümmern. Zufälligerweise brauchten die Eltern von Susannes Freundin gerade einen neuen Wagen, da der alte vom TÜV ausgemustert wurde. Wir sind uns schnell einig geworden. Nach zwei Jahren ohne Pflege hatte unser Opel einen gründlichen Rundumputz nötig und war danach kaum wiederzuerkennen. Mit sauberem Auto machten wir uns auf den Weg nach Jahrstedt, um Oma Inge von ihrem Besuch bei Adele abzuholen. In den zwei Tagen hatten wir genug Zeit für einen Besuch des wunderschönen und informativen „Otterzentrums“ in Hankensbüttel. Auf dem Rückweg nach Lauchhammer über Dresden lösten wir unser Weihnachtsgeschenk an Oma Inge ein: ein Besuch im Leipziger Zoo.


An unserem vorletzten Wochenende in Deutschland besuchten Christl und uns Renate, Annedore und Andreas. Gemeinsam besichtigten wir Europas älteste Brikettfabrik „Louise“ in Domsdorf und ließen uns Essen und Bier in Radigks Brauhaus in Finsterwalde schmecken.


An Susannes Geburtstag waren wir bei Oma Inge in Dresden zum Kaffetrinken eingeladen. Mit Christl, Kerstin und Oma Inge trafen wir uns zum Geburtstagsabendessen bei unseren ehemaligen italienischen Nachbarn.


Am folgenden Tag waren wir bei Gertrud und Alfred eingeladen und haben auch Stefans Patentante in Lauchhammer besucht. Am Sonntag haben wir Christl verabschiedet, die an diesem Tag in ihren wohlverdienten Urlaub nach Südamerika aufgebrochen ist. In Grünewalde erlebten wir den Abschlussgottesdienst eines Kinderwochenendes, und erfuhren, dass ein Wittenberger Kommilitone von Pastor Langer in den 70ern nach Canada gegangen ist. Wir kannten ihn bereits, denn Pastor Wilhelm war Pfarrer in jener Kirche, die Susannes Großtante in Edmonton besucht und die nun von dessen Sohn bedient wird.


Nach einem gemütlichen Kaffetrinken, zu welchem uns Bettina und Christoph nach Staupitz eingeladen hatten, trafen wir uns in Lauchhammer-West mit Susi, Thomas, den Kindern sowie Gertrud und Alfred zum „Abschluß“-Grillen.








25. September 2006

Heute geht es los. Susi uns Thomas haben uns abgeholt und zum Flughafen nach Dresden gebracht. Nochmals vielen Dank dafür! Das Einchecken ging flott und so hatten wir noch ein wenig gemeinsame Zeit. In Frankfurt sind wir pünktlich gegen 11:30 Uhr gelandet. So hatten wir ca. 4 Stunden Zeit in Frankfurt, aus denen allerdings mehr als 8 Stunden wurden. Beim Einchecken teilte das Bodenpersonal eine Verzögerung bis 20 Uhr mit, da eine Cockpitscheibe getauscht werden müsse. Die Fluggesellschaft (Condor) sorgte jedoch für kostenloses Mittagessen und Kaffee in einem angemieteten Flughafenrestaurant. Vorher haben wir noch Susannes Eltern unsere Verspätung mitgeteilt. Sie verweilten in einem Motel in Radium Hot Springs, um uns von dort aus in Calgary aufzulesen. Die Telefonnummer des Motels mussten wir erst an einem Internetterminal auf dem Flughafen herausfinden. Gegen 20 Uhr konnten wir dann endlich den Flieger betreten und waren bereits 21 Uhr in Calgary, allerdings mit acht Stunden Zeitverschiebung.


Susannes Eltern mussten mit dem Empfang von uns natürlich noch etwas warten, denn wir mussten erst durch die Passkontrolle und zum Immigrationsamt. Wir waren nicht die einzigen, die zur Immigrationsstelle mussten, etwa 30 andere Personen aus unserem Flieger wählten ebenfalls diese Anlaufstelle. Der Beamte füllte Susannes Arbeitsvisum aus. Stefan musste zunächst Fragen beantworten, ob er hier arbeiten oder studieren wolle. Der Beamte bot ihm ein Touristenvisum und kurz darauf ein offenes Arbeitsvisum für ein ganzes Jahr an. Das war mehr, als wir uns nur wünschen konnten. Müde aber überglücklich konnten wir Susannes Eltern begrüßen. Nun hatten wir noch drei Stunden Fahrt nach Beaumont vor uns, aber vor dem Schlafengehen nach ca. 28 Stunden (2 Uhr) doch noch Zeit für einen Welcome-Whisky.







Frankfurt/Main aus dem Flugzeug








26. September 2006

Heute waren wir bei unseren Einwanderungsberatern, die uns bei dem Ausfüllen von Formularen für die Krankenversicherung und die Übersetzung des Führerscheins geholfen haben. Außerdem haben wir unsere Sozialversicherungs-Nummer beantragt, die wir auch gleich bekommen haben. Die SV-Karten werden später zugesandt. Am Abend waren wir bei Roswitha und Thomas in Beaumont auf einen Canada-Begrüßungsschluck eingeladen.










27. September 2006

Als erstes brauchen wir ein Auto, und so sind wir heute losgefahren, um uns einige angebotene Wagen anzusehen und uns einen Überblick über den Automarkt zu verschaffen. Dann haben wir Christina von Arbeit abgeholt und wurden von ihren Arbeitgebern Gustav und Lena begrüßt.










28. September 2006

Heute besuchten wir Susannes Arbeitsstelle in Edmonton Downtown. Susanne beginnt am 2. Oktober. Die Arbeitszeit ist von 8 bis 17 Uhr. Davon ist eine Stunde Mittagspause.










30. September 2006

Heute haben wir wieder nach einem Auto gesucht und auch eins gefunden. Susanne wollte gern eine Automatikschaltung haben, jedoch sind keine Wagen innerhalb unseres Budgets damit zu bekommen. Also nahmen wir schließlich einen Dodge SX 2.0 in metallic blau mit Handschaltung, der erst 12.000 km auf dem Tacho hatte und haben ihn gleich angezahlt. Nun mussten wir eine Versicherung finden. Das Angebot von AMA (der Canadische ADAC) von ca. 5000 CAD war inakzeptabel. Für diese Versicherung galten wir als absolute Fahranfänger, mit ausländischem Führerschein und ohne Erfahrung im Strassenverkehr. Wir mussten wohl nach einem grossen internationalen Versicherer suchen, der unsere „Fahrgeschichte“ (driving history) und ehemalige Versicherungen als Erfahrung bewertet. Eine „Geschichte“ (history) zu haben ist hier offenbar sehr wichtig. Denn für spätere Kredite und um eine Kreditkarte zu bekommen ist es von Nutzen, eine „credit history“ (Finanzierungsgeschichte) aufweisen zu können. Das ist auch der Grund, warum wir für das Auto einen Kredit aufnahmen. Das Geld, welches eigentlich für das Auto bestimmt war, haben wir als Sicherheit angelegt.

Fortsetzung in:



Unser neues Auto (Dodge SX)