Susanne & Stefan Herz in Edmonton, Alberta

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Susanne wenige Tage vor der Entbindung

02. Oktober 2007

Unser Kind ist zwar noch nicht auf der Welt, aber wir haben uns schon mal einen canadischen Kindergarten, den “Kindercampus” in Downtown angesehen, und gleich eine Bewerbung für einen Platz ausgefüllt, denn die Betreuungsplätze sind bei enormem Kinderzuwachs ziemlich knapp. Es war verblüffend, was der Kindergarten alles zu bieten hat: Bibliothek, Sportraum, mehrere Computer, einen Klassenraum für die Vorschule und natürlich normale Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten sowie eine Aussenanlage mitten zwischen Hochhäusern. Für ca. 70 Kinder gibt es hier vorgeschriebene 70 Betreuer und öffentliche Aushänge der Behörden über Sauberkeit, Betreuungsqualität usw. sind obligatorisch.


Elterngeld haben wir heute auch beantragt. Für maximal 15 Wochen vor der Entbindung und bis zu 52 Wochen danach bekommt man Elterngeld (Maternity bzw. Parental leave benefits) in Höhe von 55% des Einkommens. Vater und Mutter können sich die Zeit auch teilen.


Nach dem Kindercampus waren wir am Canada Place und wollten den Antrag fuers Elterngeld abgeben, aber dort war viel zu viel los, so sind wir auf die Suedseite gefahren. Dort sind wir gleich dran gekommen und konnten den Antrag ausfuellen.








09. Oktober 2007

Gerald und Christina heben uns heute das Kinderbett gebracht. Wir haben es gleich aufgebauch und auch die Ausstattung, die wir erst letzte Woche gekauft haben gleich reingelegt. Zum Glück passen die hier erhältlichen Matratzen genau in unser ca. 130 Jahre altes wieder aufgearbeitetes Bettchen. Vielen Dank nochmal an Susannes Eltern, die sich um das Bett gekümmert haben.










15. Oktober 2007

Was uns noch fehlt ist ein Kinderwagen mit zugehörigem Auto-Kindersitz. Gestern haben wir uns einen gebrauchten angesehen, wobei die Auto-Schale jedoch nicht in unser Auto passt. Also greifen wir nun zu einem Modell, was uns bereits eher zugesagt hat und welches wir mit der Hilfe einer freundlichen Verkäuferin bereits im Auto getestet haben.










19. Oktober 2007

In einer Woche ist der Geburtstermin und wir können es kaum noch erwarten, das kleine Wesen mit eigenen Augen zu sehen und begrüßen zu können. Für Susanne ist es in den letzten Wochen auch recht beschwerlich geworden, da das Kind auf die Blase und die Leiste drückt.










21. Oktober 2007

Stefan kam ganz erschöpft von der Sonntagsarbeit wieder. Sie sind heute “ausgefressen” worden, haben zu zweit neben Pfannkuchen, Burgern und Steaks ca. 250 Eier verbraucht, so dass der Chef sogar noch Eier nachkaufen musste. Zwischen 10 Uhr und 14:30 haben sie ca. 1700,- CAD Umsatz gemacht. Das ist Rekord.










22. Oktober 2007

Dan, Susannes Chef, hat uns einen Wickeltisch gebracht, das heisst er hat ihn uns geschenkt, wofür wir sehr dankbar sind.

Am Abend waren wir im Krankenhaus, da Susanne Wasser verloren hatte und wir vermuteten, dass die Fruchtblase geplatzt sei. Die Untersuchung erbrachte nichts, es hat sich also als Fehlalarm rausgestellt. In der Nacht halb eins waren wir wieder zu hause.










23. Oktober 2007

Stefans freien Tag haben wir dazu genutzt, um seine Haare schneiden zu lassen, beim deutschen Laden einzukaufen und bei Chapters nach Büchern zu stöbern. Zum Kaffetrinken kamen Susannes Eltern, die von ihrem Kurzurlaub in Radium Hot Springs berichteten.

Susanne hat sich dann ein wenig hingelegt und beim Aufstehen ist dann wirklich die Fruchtblase geplatzt. Und gegen 18:30 Uhr, fast zur gleichen Zeit wie gestern, waren wir also wieder im Royal Alexandra Hospital, das nur zehn Autominuten von uns entfernt ist. Wir mussten einige Minuten auf ein freies Untersuchungsbett warten, wo uns aber bald bestätigt wurde, dass die Zeit, die das Kind in Susannes Bauch verbrachte, bald Vergangenheit sein würde. Langsam meldeten sich auch die ersten Wehen.










24. Oktober 2007

Susanne bekam ein Bett auf der Station und Stefan konnte erstmal nach Hause fahren. War jedoch nach Anruf von Susanne bereits nach einer Stunde zurück, da die Untersuchung zeigte, dass es bald losging. Aber nach Verlegung in den Entbindungsraum und weiteren drei Stunden Wehen war der Muttermund nicht weiter geöffnet, so dass eine Epidural-Anesthesie empfohlen und gegen morgens um 4 Uhr durchgeführt wurde. So sparte Susanne Kraft für die eigentliche Geburt am Vormittag.


Nach der Visite wurde um 9 Uhr die Geburt eingeleitet. Wir waren nur zu dritt, Susanne, Stefan und eine junge Krankenschwester, welche den Zeitpunkt der Geburt auf 10:30 Uhr prognostizierte und uns beiden die nötigen Anweisungen gab. Viertel nach zehn hieß es stopp und auf Dr. Tankel warten, der gemeinsam mit Medizinstudenten nach fünf Minuten erschien um das Kind auf die Welt zu bringen. 10:26 Uhr war es dann soweit und wir konnten unsere kleine Henriette Lilly auf der Welt begrüßen. Nach dem Henriette das Licht der Welt erblickt hatte wurde sie Susanne gleich auf den Bauch gelegt und Stefan hat die Nabelschnur durchtrennt. Dr. Tankel schaute uns an und fragte “Wie war das auf dem Ultraschallbild, ist da noch eins?” Überhaupt ging es bei uns recht lustig und ungezwungen zu.


Nach einer ersten Untersuchung und dem Wiegen das ein Gewicht von 3330g bzw. 7lbs 5,5oz ergab, haben wir bei Susannes Eltern angerufen, die die frohe Kunde weiterverbreiteten.


Eine Stunde nach der Geburt wurde Susanne auf die Station gebracht und Stefan war mit Henriette bei der ausführlichen Untersuchung und hat sie dann zu Susanne gebracht. Bis auf diese Untersuchung sind die Kinder immer bei ihren Müttern, die von den Schwestern bei der Kinderbetreuung angeleitet werden. Nach 24 Stunden darf bzw. muß man das Krankenhaus bereits wieder verlassen sofern das Baby gesund ist und die Mutter gut zurecht kommt.


Henriette hat gut auf Stefan gehört, der sich gewünscht hatte, dass Henriette an einem Mittwoch zur Welt kommt, damit er noch seine freien Tage geniessen kann. Nun hat er bis Sonntag frei.



Henriette wenige Minuten alt


Beim ersten Wiegen








25. Oktober 2007

Am Morgen kamen Dr. Teoh (Kinderarzt) und Dr. Tankel zur Visite und gaben ihr OK für das Verlassen des Krankenhauses. Stefan holte seine beiden Mädels gegen Mittag nach hause.


Es war schon ein eigenartiges Gefühl, fast von einem Tag auf den anderen einen neuen Mitbewohner zu haben, um den man sich rund um die Uhr kümmern muss. Henriette und die frischgebackenen Eltern erhielten später am Tage noch Besuch von Susannes Eltern.



Ich riskiere mal einen Blick








26. Oktober 2007

Am heutigen Nachmittag kam eine Art Gemeindeschwester für Neugeborene zur Untersuchung, gab uns noch ein paar Tipps und Informationsmaterial. Im Notfall oder falls wir irgendwelche Fragen haben. können wir uns an eine speziell dafür eingerichtete Ambulanz wenden.



Erster Tag zu hause








27. Oktober 2007

Henriette hat leider wenig Interesse, in ihrem Bettchen zu schlafen und kuschelt sich lieber in die Arme von Mama oder Papa. So haben wir die Nacht mehr oder minder auf dem Sofa zugebracht. Die größeren Probleme gibt es nur beim Stillen, da Henriette die Brust nicht im Mund halten kann.










31. Oktober 2007

Gegen Mittag waren wir wegen der Probleme beim Stillen in der Beratungsstelle. Leider ist das Trinken nicht besser geworden und Henriette nimmt auch Blut von der entzündeten Brust auf. Mit der Schwester trafen wir die Entscheidung, künftig Milchnahrung mit der Flasche zu geben.


Henriette hatte ihre Pemiere im Büro von Susanne, deren Kollegen sich sehr gefreut haben.


Da nun der Winter vor der Tür steht, haben wir unseren kleinen Garten und Vorgarten vom Laub befreit, wobei 11 Müllsäcke zusammengekommen sind. Unser Vermieter hat auch ein Geschenk zur Geburt gebracht.



Henriettes erste Flasche








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