Susanne & Stefan Herz in Edmonton, Alberta

Bilder zum Vergrössern anklicken












Für eine Übersichtskarte von Edmonton den Globus anklicken



2. Oktober 2006

Heute hatte Susanne ihren ersten Arbeitstag in Canada. Natürlich muss sie sich erst einarbeiten, aber sie kommt ganz gut zurecht, auch mit der Sprache. Für deutsche Steuerbueros ist die Arbeit sicherlich nicht vorstellbar. Die Mandanten bringen ihre Unterlagen (ob vollstaendig oder nicht) im Karton und der Buchhalter muss alles selbst sortieren.


Der Arbeitsweg ist leider ziemlich lang, da wir bei Susannes Eltern in Beaumont, ca. 25 km vom Stadtzentrum entfernt wohnen. Es gibt dort auch keine Anbindung an das recht gute Bussystem von Edmonton, so daß wir immer zeitig aufstehen müssen, um Susanne nach Millwoods zum Bus zu bringen.


Stefan hat unterdessen eine Versicherung gefunden, die unsere Unterlagen von der Versicherung und vom Kraftfahrtbundesamt akzeptiert und somit auch wesentlich günstiger ist. (Die ING war arbeitete mit der Allianz-Versicherung zusammen.) Damit wir beide eine canadische Versicherunggeschichte aufbauen können, müssen wir gemeinsam auf dem Versicherungsvertrag also auch auf dem Kaufvertrag des Autos erscheinen.








5. Oktober 2006

Erst heute konnten wir endlich unser Auto abholen, denn wir mussten gemeinsam zur Registrierungsstelle, wo wir das Auto anmeldeten und das Kennzeichen erhielten. In Canada haben die Autos nur ein Kennzeichen, welches hinten angebracht wird. Da der Wagen nicht vollgetankt war erhielten wir bei der Abholung einen Benzingutschein, den wir auf der Fahrt nach Beaumont gleich einlösten. Nun kann Susanne mit dem Auto auf Arbeit fahren. Dafür muß man jedoch mit ca. 2 Stunden Fahrtzeit pro Tag rechnen.










8. Oktober 2006
Unser zweites Wochenende in Canada war bereits ein langes, denn es ist Thanksgiving. (Erntedankfest). Wenn ein Feiertag hier auf einen Samstag oder Sonntag fällt, so ist der kommende Montag arbeitsfrei. Die Geschäfte sind aber dennoch geöffnet. Zum Erntedankfest besuchten wir den deutschen Gottesdienst in der Lutheran Trinity Church und feierten danach mit Susannes Großtante ihren 86sten Geburtstag.










9. Oktober 2006

Heute haben wir uns das erste Mal auf die Suche nach einer Wohnung begeben. Wir sind zunächst einfach durch die Innenstadt gefahren, um zu sehen, wo eine angenehme Wohngegend ist und haben uns gleich ein paar Telefonnummern gut aussehenden Hochhäusern aufgeschrieben. Ausserdem benutzten wir einen Werbe-Prospekt von Mietfirmen.










10. Oktober 2006
Stefan hat heute ca. 25 Vermieter angerufen, aber nur einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung bekommen. Bei den meisten Telefonnummern ging nur der Anrufbeantworter ran, der freundlich aber bestimmt darüber Auskunft gab, dass momentan keine Wohnungen zur Verfügung stehen. Es ist wohl doch sehr schwierig, hier ein Appartement zu mieten, was uns alle Bekannten bereits vorausgesagt haben. Der Leerstand in Edmonton liegt bei etwa 1 Prozent. Es kann nicht genug Wohnraum angeboten werden, da jeden Tag etwa 100 Menschen zusätzlich nach Edmonton kommen.










11. Oktober 2006

Die heutige Wohnungsbesichtigung hat uns wenig Mut gemacht. Sie war ziemlich dreckig und hatte einen komischen und unpraktischen Grundriss. Unsere Suche wir also weitergehen müssen. Zum Glück werden wir nicht gleich bei Susannes Eltern rausgeschmissen. Nachdem wir einfach in ein Vermietungsbüro (direkt im Mietobjekt „Square 104“) reingegangen sind haben wir noch einen Termin für den kommenden Freitag (13.10.2006) erhalten.


Ausserdem kam heute ein Anruf von der Spedition, dass unsere Kiste in Edmonton angekommen ist. Nachdem Fax und eMail versagten, hat Stefan die nötigen Unterlagen bei der Spedition abgeholt. Damit müssen wir nun zur Zollstelle auf dem internationalen Flughafen von Edmonton.










12. Oktober 2006

Der Zolltermin heute Morgen war problemlos und schnell erledigt. Die Freigabe wird nun an die Spedition gefaxt, die dann ausliefern kann.










13. Oktober 2006

Die Wohnungsbesichtigung wurde seitens des Vermieters abgesagt. Dennoch sind wir zum Büro gefahren um nach einem neuen Termin zu fragen, da uns die Lage, Wohngegend und angegebene Ausstattung recht gut gefallen. Wir sollen wieder anrufen. Am Abend haben wir Gerald und Christina zum Essen in einem nepalesischen Restaurant in Beaumont eingeladen. Das Essen war sehr schmackhaft, das Ambiente eher ungemütlich.










14. Oktober 2006

Heute sind wir wieder auf gut Glück in die Innenstadt gefahren, um uns Wohnungen anzusehen. Im „Park Square“ konnten wir sogar ein Appartement ansehen, es ist uns aber zu teuer bzw. für den Preis viel zu klein. Danach waren wir im „Grand Central Manor“ Tower und haben eine sehr schöne große Wohnung (2 Bedrooms) in der 17. Etage angesehen, aber leider liegt sie nicht in unserem Budget. Es gibt auch kleinere und damit günstigere Wohnungen in diesem Block, die jedoch alle belegt sind. Auch hier sollen wir wieder anrufen. Der Anzeigenteil des Edmonton Journal brachte uns eine weitere Wohnungsbesichtigung noch am gleichen Abend und eine weitere am morgigen Sonntag.










15. Oktober 2006

Heute waren wir bei Lena und Gustav (den Arbeitgebern von Christina) in der Kirche (Zion Baptist Community Church) eingeladen. Erst war Gottesdienst und dann ein Brunch mit ca. 300 Gemeindemitgliedern. Es war sehr interessant, jedoch war der Geräuschpegel sehr hoch, so daß man sich nur schlecht Englisch unterhalten konnte.


Um drei am Nachmittag haben wir uns eine sehr schöne Wohnung angesehen. Allerdings hat sie keine Waschmaschine und Trockner in der Wohnung, sondern einen gemeinschaftlichen Waschraum auf einer anderen Etage. Das gefiel Susanne nicht so gut. Der Vermieter ist ein Psychologie-Professor in Vancouver. Er rief gleich am Montag an, ob wir die Wohnung nehmen. Wir waren der Kontaktperson, die uns die Wohnung zeigte wohl symphatischer als die anderen Kandidaten. Schließlich haben wir doch abgesagt.










17. Oktober 2006

Heute hat die Spedition unsere verschifften Sachen geliefert. Stefan, Gerald und Christina haben sie in Epfang genommen und die potentiell zerbrechlichen Sachen auspacken lassen.

Alles ist heil geblieben und wir vermissen auch nichts. Der Transport hat ca. 8 Wochen gedauert.










19. Oktober 2006

Nach einem Hoffnung bringenden Anruf von „Square 104“ haben wir wiederum eine Absage erhalten. Stefan probierte es einfach nochmal bei „Grand Central Manor“ und siehe da, wir sollen uns am Samstag im Office melden.










21. Oktober 2006

Leider konnten wir die Wohnung mit 1 Bedroom nicht ansehen, aber da wir hier bereits eine andere Wohnung besichtigt haben, die die gleichen Merkmale hat, überlegen wir nicht lange und besorgen gleich bei der Bank einen Scheck der als Kaution dient. Nun mussten wir noch eine „Bewerbung“ (!!!) für die Wohnung ausfüllen. Dabei muß man jede Menge persönliche Sachen angeben, u.a. den Arbeitgeber, Verdienst, ehemalige Vermieter mit Telefonnummer und Anschrift. Ausserdem sollen wir noch aktuelle Kontoauszüge vorzeigen, die unsere Zahlungsfähigkeit belegen. Das Vermietungsbüro erkundigte sich sogar bei Susannes Arbeitgeber nach uns.










24. Oktober 2006

Heute erhielten wir endlich die Zusage für die Wohnung. Wenn nichts schief geht, können wir am 1. November in unsere Wohnung einziehen. Für den Umzug mit größeren Möbelstücken können wir einen Fahrstuhl für drei Stunden reservieren, der dann von keinem anderen genutzt werden kann.



Wohnzimmer








26. Oktober 2006

Beim „Grand Central Manor“ unterzeichneten wir heute den Mietvertrag zur Wohnung. Endlich ist alles ganz sicher. Am 1 November ist Wohnungs- und Schlüsselübergabe. Den Fahrstuhl zum Umzug können wir erst am Freitag den 3. November nutzen.



Eingangsbereich








28. Oktober 2006

Das Wochenende nutzten wir, um die Stromversorgung der Wohnung und die Nutzung von Internet, Fernsehen und Telefon zu sichern. Die Bestellung des Stroms war schnell per Telefon erledigt. Für den Rest fuhren wir zum Kabelanbieter SHAW, wo wir uns über die Angebote informieren liessen und auch eine Bestellung vornahmen. (Von unserem Vermieter hatten wir einen Gutschein über einen Monat kostenlose Nutzung von Fernsehen, Internet und Telefon bekommen.) Wir konnten uns unsere Telefonnummer aussuchen.



Bad








31. Oktober 2006

Heute waren wir bei FutureShop, einem Elektronikfachmarkt, um uns Fernseher, Musikanlage und Telefon zu kaufen, damit der Installateur von SHAW am 2. November alles anschliessen und einrichten kann. Natürlich haben wir uns vorher im Internet über aktuelle und preiswerte Geräte informiert. Die Größe der Kisten machte uns jedoch Probleme beim Transport, und wir mussten zwei Touren machen.


Fortsetzung in: