Susanne & Stefan Herz in Edmonton, Alberta

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Sie sieht doch ganz zufrieden aus




Und die “großen Posen” beherrsche ich auch schon




Neugier

Mit dem neuen Monat werden wir den Inhalt der Homepage etwas verändern. Wir wollen eher Monatszusammenfassungen schreiben und weniger den genauen Ablauf.


Das Füttern mit der Flasche bereitet kaum Probleme, Henriette gewöhnte sich schnell daran und scheint zufriedener damit, was auch Susanne glücklich macht. Außerdem freut sich Stefan darüber, dass er nun auch selbst Henriette etwas geben kann. Dennoch hatte die Kleine zum Kinderarzttermin am 5.11. noch nicht ihr Geburtsgewicht wieder erreicht, so dass wir in der Woche darauf noch einmal hin mussten. Am 13.11. wog sie 3590g, wobei sie in der letzten Woche im Schnitt 40g pro Tag zugelegt hat. Bereits bei der ersten Untersuchung hat Henriette gezeigt, dass sie kräftig ist, den Rücken gestreckt und den Kopf gehalten hat. Manchmal quälen sie Blähungen, die wir mit Fencheltee zu lindern versuchen. Ansonsten gibt es Probleme eigentlich nur beim Schlafen, denn Henriette will immer noch nicht in ihr Bettchen. Das ging besser, als wir das Bett an unseres heranrückten und eine Seite öffneten, so konnte eine haltende Hand beim Schlafen helfen, welche von Henriette gerne angenommen wurde. Dann wurden auch die Nächte ruhiger.


Zur Geburt von Henriette sind zahlreiche Geschenke bei uns eingetroffen, für die wir uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bedanken wollen.


Diesen Monat kümmerten wir uns auch um eine private Krankenversicherung. Die staatliche Versicherung Alberta Health Care garantiert nur die ersten 60 Tage nach dem Ablauf des Arbeitsvisums, dessen Verlängerung zwar bereits beantragt ist, aber noch nicht positiv beschieden wurde. Das Risiko, ohne Versicherung dazustehen, ist uns -gerade mit Neugeborenem- einfach zu groß. Beim CAA finden wir eine Familienversicherung, für die wir nun ca. 200,- CAD pro Monat berappen müssen. (88,- CAD bei Alberta Health Care)


Auf Stefans Arbeitsstelle standen einige Veränderungen an. Der Chef stellte eine neue Chefköchin ein, die ihre Erfahrungen und neuen Wind in die Küche bringen sollte. In den ersten Wochen wurde Stefan von ihr erstmal “getestet”. Kleinere Schikanen hörten bald der Vergangenheit an und das Arbeiten mit ihr wurde besser. Auch sie musste merken, dass der Chef ihr in der Küche weniger Freiheiten ließ als erhofft. Dennoch konnte sie einige Sachen zum Besseren verändern. Wir mussten feststellen dass Stefans Arbeitgeber noch keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt hat, die auch das Vaterschaftsgeld zahlt, wenn Stefan ab April zu Hause bleiben soll. Die Buchhalterin sagte, mit einem befristeten Arbeitsvisum bräuchte man nicht zu bezahlen, aber versicherte, sie werde sich darum kümmern.


Da alkoholische Getränke hier ziemlich teuer sind, hatte Stefan beschlossen selbst Wein herzustellen, wofür die Supermärkte und sogar eigens dafür zuständige Läden alle nötigen Utensilien (Most, Gärbehälter, Gärröhrchen, Zuckermessgerät, Flaschen, Korken, Verkorker usw.) anbieten. Wir wollten den Wein vor allem zum Kochen benutzen, allerdings schmeckte der frisch abgezogene Wein (ein Verdicchio) bereits so gut, dass er dafür wohl zu schade sein wird.


Auch am Haus wollen wir ein paar Verschönerungen vornehmen. So malerten wir das obere, meistbenutzte Bad und liessen ein unansehnliches Dunkelbraun unter einem hellen und freundlichen Blauton verschwinden. Wir machten unsere ersten Erfahrungen mit den hier verwendeten Latexfarben, die auf glattem Untergrund prima zu verarbeiten sind. Es gibt kaum Farben gebrauchsfertig zu kaufen, sie werden erst im Baumarkt binnen weniger Minuten fertig angemischt. Man kann mit einem Farbmuster hingehen oder man sucht sich den gewünschten Farbton anhand unzähliger Farbkarten aus. Ausserdem kann man zwischen fünf verschiedenen Oberflächenqualitäten (von matt bis hochglänzend) wählen.


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